************************************************

Die Autorin Aileen P. Roberts hat mich mit ihrem neuen Fantasyroman „ELVANCOR“ so beeindruckt, dass ich prompt beim Verlag nach einem Interview anfragte und was soll ich sagen, die Autorin erklärte sich sofort bereit, mir ein paar Fragen zu beantworten. Im Interview verriet sie mir nicht nur, wie sie zu ihrem Pseudonym gekommen ist sondern auch etwas über ihre Auswanderpläne nach Schottland und warum sie dieses Land so liebt.

Aileen P. Roberts

© Isabelle Grubert

eigentlich Claudia Lössl erblickte 1975 in Düsseldorf das Licht der Welt. Sie studierte Sozialpädagogik und arbeitete dann als Reitlehrerin und Reitpädagogin. Als sie mit 19 Jahren nach Schottland reiste, verlor sie ihr Herz an das raue Land und entdeckt dort ihre, wie sie sagt, „keltische Seele“. Sie relativ spät mit dem Schreiben begonnen, nämlich erst 2006. Ihre Vorliebe für Schottland, Mittelalter usw. findet sich sowohl in ihren Hobbys (Schwertkampf, Reiten, Bogenschießen etc.) als auch in ihren Büchern wieder, denn sie schreibt vor allem Fantasy- und Highlandromane. (Quelle: Homepage der Autorin, Interview)


Liebe Frau Roberts,

herzlichen Dank, dass Sie sich die Zeit nehmen für ein Interview.

Wie sind Sie zum Schreiben gekommen und was ist das Besondere für Sie an dem Beruf eines Autors?

Ich habe 2006 mit dem Schreiben begonnen, als mein Mann endlich damit angefangen hat, seinen lange geplanten Fantasyroman fertigzuschreiben. Da kam mir der Gedanke, mich auch einmal als Schriftstellerin zu versuchen Lächelnd
Das Besondere ist für mich, dass dieser Beruf sehr abwechslungsreich und selbstbestimmt ist.
Es wird nie langweilig, ich kann mir immer neue Geschichten ausdenken und meiner Fantasie freien Lauf lassen.

Sie schreiben unter dem Pseudonym Aileen P. Roberts. Wie sind Sie auf diesen Namen gekommen und welchen Grund hat es, dass Sie nicht ihren echten Namen Claudia Lössl verwenden?

Zum einen wollte ich einen Namen, der zu meinen sehr häufig in Schottland oder Irland angesiedelten Büchern passt; zum anderen scheint beinahe niemand meinen Namen richtig zu verstehen, geschweige denn schreiben zu können. Meist wird daraus Lösel, Rössel, Löffel oder Löffler – wenig verkaufsfördernd!

Aus der Biografie kann man entnehmen, dass Sie ihr Herz an Schottland verloren haben. Was fasziniert Sie so an diesem Land und planen irgendwann mal dorthin auszuwandern?

Ich liebe dieses raue, mystische Land, in dem so viel Geschichte steckt. Die Berge, das Meer, die Seen. Wenn ich an einer alten Ruine stehe, rund um mich herum der Nebel, und die Sonne gerade durchbricht, springen mich neue Buchideen regelrecht an, und ich kann Feen, Elfen und Nebelgeister förmlich um mich herumtanzen sehen.
Oh ja ich möchte auswandern, und es ist sogar schon diesen Herbst soweit – Schottland, ich komme!

Ihr aktueller Roman „ELVANCOR“ handelt von einem versteckten Land jenseits der Zeit. Würden Sie kurz darüber berichten, wie sie auf die Idee zu diesem Buch gekommen sind?

Elvancor ist ein kleiner Ausreißer, denn er spielt diesmal in Deutschland, und zwar in der Fränkischen Schweiz, wo ich momentan lebe. Ich wurde schon häufig gefragt, ob ich nicht auch mal ein Buch über diese Region schreiben möchte, da es hier in der Tat jede Menge Spuren von den Kelten gibt. Auf einem Wanderritt habe ich dann die Esperhöhle entdeckt, einen sehr mystischen Ort mitten im Wald, der auch eine alte Kultstätte gewesen sein soll. Und schwups – da war auch schon „Das Land jenseits der Zeit“ geboren.
Es handelt von Lena, einer 18-Jährigen, die so einige Schwierigkeiten hat, und bei ihren verhassten Sozialstunden im Seniorenheim auf die alte Frau Winter trifft und sich sogar mit ihr anfreundet. Die erzählt ihr von einem magischen Land, einem Schatz, und schließlich begibt sich Lena mit Frau Winters Enkel auf Schatzsuche. Der hat auch so einiges zu verbergen, und am Anfang kracht es gehörig zwischen den beiden.

Wie lange hat es gedauert bis sie den ersten Teil von „ELVANCOR“ fertig geschrieben hatten?


Ungefähr 1 Jahr, dazwischen kam natürlich noch das Lektorat von „Der Feenturm, und die eine oder andere Kurzgeschichte, die ich eingeschoben habe.

Würden Sie uns ein klein wenig über den weiteren Verlauf der Geschichte erzählen?

Allzu viel möchte ich nicht verraten, aber während der 1. Teil hauptsächlich in der Realität (oder was man gemeinhin so dafür hält) angesiedelt ist, und die phantastischen Elemente eher angedeutet und im Hintergrund sind, wird der Großteil vom 2. Band im magischen Elvancor spielen. Lena wird eine Menge lernen, vieles über sich selbst erfahren, und ich hoffe, den Leser mit einigen Wendungen überraschen zu können!

Könnten Sie sich vorstellen, mal ein völlig neues Genre einzuschlagen und falls ja, worüber würden Sie schreiben?

Obwohl ich mich im Fantasybereich sehr wohl fühle und noch jede Menge Stoff für neue Romane habe, würde ich sagen: Klar, ich bin für so ziemlich alles offen, sofern mich eine zündende Idee überfällt.
Mit meinem historischen Fantasyroman „Der Feenturm“ habe ich ja schon einen kleinen Ausflug in den historischen Bereich gemacht. Und grundsätzlich könnte ich mir vorstellen auch einmal „rein“ historisch zu schreiben. Auch das Manuskript für ein Kinderbuch liegt bei mir schon in der Schublade.

Haben Sie einen bestimmten Platz zum Schreiben oder ein bestimmtes Ritual, welches Ihnen hilft, sollten Sie mal ein Schreibtief haben?

Meistens sitze ich an meinem Schreibtisch, im Sommer auch gerne auf dem Balkon oder unter einem Baum auf der Pferdekoppel.
Ritual – eigentlich eher nicht. Höchstens der morgendliche Cappuccino Lächelnd

Ist Ihnen der persönliche Kontakt zu Ihren Fans wichtig?

Auf jeden Fall! Ich freue mich immer sehr, Nachrichten per Mail, Facebooks, Lovely Books usw. zu erhalten. Regelmäßig halte ich Leserunden ab, und auch auf Lesungen freue ich mich, wenn Leser sich trauen, mich anzusprechen! Erst kürzlich hatte ich eine ganz tolle Lesung in einer kleinen Buchhandlung, da ich mit der Buchhändlerin und den Zuhörern noch bis spät in die Nacht  zusammengesessen habe .

Was würden Sie Ihren Lesern gern einmal mitteilen wollen?

Danke, dass ihr mich auf meine Reise in fremde Welten begleitet, denn ohne euch Leser würde es uns Autoren nicht geben!

Ich wünsche Ihnen weiterhin viel Erfolg und danke Ihnen, dass Sie sich die Zeit für das Interview genommen haben.

Ich bedanke mich ebenfalls für das Interview!

© Cornelia Bruno

Kommentar schreiben


Sicherheitscode
Aktualisieren